Freitag , 16 November 2018
Radwechsel: Automechaniker bei der Arbeit

Radwechsel: muss ich dazu zum Fachmann?

Einige Tipps zum Radwechsel

In unseren Breiten kommt man in der Regel nicht um den halbjährlichen Radwechsel herum. Viele lassen dies vom Fachmann machen, aber manch einer möchte sich das Geld gerne sparen und legt selbst Hand an. Das ist eigentlich auch gar nicht so schwierig, man braucht nur das richtige Werkzeug und das notwendige Know-how:

Welches Werkzeug benötigen wir für den Radwechsel?

–          Rangierwagenheber: Auf einem Rangierwagenheber steht unser Auto in der Regel sicherer als auf dem Standardwagenheber, der zur Pannenausrüstung des Fahrzeugs gehört. Letzterer kann zwar für Notfälle dienen, aber wenn man regelmäßig seine Räder selber wechseln möchte, lohnt sich die Anschaffung eines Rangierwagenhebers.

–          Radkreuz: Mit dem Radkreuz werden die Radschrauben gelöst. Diese sitzen allerdings oft sehr fest, so dass nicht jeder in der Lage ist, sie alleine mit Muskelkraft zu lösen. Es gibt hier verschiedene Hilfsmittel, wie etwa den Radmutternschlüssel mit Teleskoparm, bei dem die Hebelwirkung das Schrauben erleichtert. Man kann auch selber einen Hebel am einfachen Radkreuz ansetzten, beispielsweise mithilfe eines Rohres. Speziellere Werkzeuge, wie etwa Schlagschrauber, sind in der Regel etwas teurer (zwischen 100 € und 200 €). Da muss man sich überlegen, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt.

–          Stahlbürste: Diese dient dazu, die Radnabe zu reinigen, damit das Rad später gut aufsitzt.

–          Drehmomentschlüssel: Dies ist ein besonders wichtiges Werkzeug beim Radwechsel. Es ermöglicht es, die Schrauben mit genau der Kraft anzuziehen, die vom Hersteller angegeben wird. Benutzt man keinen Drehmomentschlüssel, können Schrauben oder Muttern sich mit der Zeit lösen.

All diese Werkzeuge anzuschaffen ist natürlich mit einer kleinen Investition verbunden. Wenn man aber vorhat, in Zukunft den Radwechsel stets selber durchzuführen, haben sich die Ausgaben schnell rentiert.

Die einzelnen Schritte

Handbremse ziehen und Gang einlegen (damit das Auto nicht wegrollen kann).
2.       Radschrauben mit dem Radkreuz anlösen.

3.       Wagenheber an den Hebepunkten des Autos ansetzen und den Wagen anheben, bis die Reifen sich ungefähr eine Hand breit vom Boden entfernt befinden.

4.       Radschrauben ganz lösen und Räder abnehmen.

5.       Die Radnabe reinigen und von Rost befreien.

6.       Neue Reifen aufsetzen. Dabei die Radschrauben erst mal leicht mit der Hand eindrehen, um sicherzustellen, dass sie nicht schief sitzen.

7.       Radschrauben mit dem Radkreuz handfest anziehen.

8.       Mit dem Drehmomentschlüssel die Schrauben endgültig festziehen.

9.       Nach etwa 50 km noch einmal den Drehmomentschlüssel ansetzten, um zu überprüfen, ob die Radschrauben noch immer gut sitzen.

Lieber doch in der Werkstatt?

Es gibt einige Gründe, die dennoch für einen Wechsel in der Werkstatt sprechen:

–          Man kann die Reifen gleich in der Werkstatt einlagern und dort werden dann auch die entsprechenden Überprüfungen und Wartungsarbeiten durchgeführt, die während der Einlagerung anfallen, um Funktionalität und Sicherheit zu gewährleisten.

–          Die Reifen können in der Werkstatt ausgewuchtet werden, was zu Hause schwierig ist. Allerdings ist umstritten, ob dies wirklich bei jedem Radwechsel sinnvoll und nötig ist.

–          Wenn die Reifen über ein Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) verfügen, muss man auf jeden Fall in die Werkstatt, denn nur dort können die Sensoren des Systems überprüft werden.

Der Reifenwechsel

Nicht zu verwechseln mit dem Radwechsel ist der Reifenwechsel. Dieser ist fällig, wenn sich das Gummiprofil  unserer Reifen abgenutzt hat. Das kann nun aber nicht mehr zu Hause gemacht werden, denn hier muss ein Fachmann ran.

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